Chronik - Hardert

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Hardert-Chronik

        
Heimatbuch Hardert

Erhältlich bei:

  • Reisebüro Runkel, Hardert
  • Gaststätte „Zur Dorfschänke“, Hardert
  • Und bei der Gemeindeverwaltung Hardert

672 Seiten, 24 Euro

ISBN: 978-3-00-032749-0

Inmitten ausgedehnter Mischwälder liegt Hardert in bevorzugter Landschaft mitten im Naturpark Rhein-Westerwald. Der Ort ist seit 1965 staatlich anerkannter Lufkurort und ein Begriff für ausgedehnte Wanderungen und gute Gastronomie. Dem Besucher bieten sich herrliche Blicke über die Landschaft des "Rheinischen Westerwaldes" und Ausblicke über das Neuwieder Becken in die Voreifel. Ein gutes und langes Wegenetz durch die Wälder um Hardert und zwei Biotope bieten viele Möglichkeiten des Erlebens und Entdeckens. Typisch für die kleinen Ortschaften im Westerwald ist ein zentral gelegener Dorfplatz. Dieser wurde in Hardert 1994 mit viel Liebe neu errichtet und seiner Bestimmung als Kommunikationszentrum des Ortes übergeben.

Die Gemeinde Hardert liegt in einer Höhe von ca. 330 Meter und hat eine Gesamtfläche von 344 ha, davon sind rund 144 ha Gemeindewald. Die Gemeinde Hardert ist Heimat für 865 Einwohner, die in 428 Familien leben und 227 Häuser bewohnen. Es gibt in Hardert einen Kindergarten. Die Grundschule ist in Rengsdorf, wo sich auch verschiedene Ärzte, die Verbandsgemeindeverwaltung und weitere Einrichtungen befinden. Das Ortswappen wurde im Jahr 1981 auf Beschluss des Gemeinderates eingeführt.

Das in Rot gehaltene Wappen zeigt zwei schräggekreuzte, gestürzte Schwerter mit silbernen Klingen und goldenen Griffen, davon der linke in Form von drei Viertel eines Kleeblattkreuzes. An beiden Seiten befindet sich je ein goldenes Eichenblatt mit nach aussen gewandter Eichel und unten eine goldene Kornähre mit zwei abgebogenen Blättern. Die Schwerter deuten auf das niederadlige Geschlecht derer von Hartenrode (Hardert). Sie sind auch auf den Siegeln des Heinrich von Hardert 1483 und des Johann von Hardert 1523 und 1543 abgebildet. Die Eichenblätter versinnbildlichen den Waldreichtum und die Ähre die Feldflur der Gemeinde. Die Farben Rot und Gold sind aus dem Wappen der Grafen, später Fürsten zu Wied entlehnt, zu deren territorialem Besitz Hardert seit jeher gehörte.


Die "Geburtsurkunde" des Ortes datiert auf das Jahr 1321, als der Name "Harterode" (Hardert) in einer Pachturkunde genannt wird. Drei Stiftsherren pachteten für 12 Malter Hafer den Zehnten zu "Hartenrode" von ihrem Stift St. Kastor in Koblenz. Der Ortsname, später auch Hartenrode oder Hartert geschrieben, beinhaltet die mittelhochdeutschen Wörter hart und rode. Hart war die Bezeichnung für Hochwald oder Bergwald. Rode wies daraufhin, dass die Siedlung auf gerodetem Gelände errichtet wurde. Die Silbe "-rode" hat sich durch die Jahrhunderte zu der heutigen Endsilbe "-ert" abgeschliffen.

Das Geschlecht derer von Hardert stirbt im Jahr 1553 mit Johann von "Hartenrade" aus. Die Geschichte des Hofes zu Hardert wird in der Folgezeit von den Grafen und Fürsten zu Wied bestimmt. Im Jahr 1607 werden in Hardert neun Häuser und neun Familien gezählt, was einer Bevölkerung von ungefähr 50 Personen entspricht. 1692, eine Generation nach dem Dreißigjährigen Krieg, leben dort wieder acht Familien. Genauere Angaben stammen aus dem Jahr 1895 als 302 Personen gezählt wurden. Der stärkste Zuwachs ist in den Jahren 1972-2001 zu verzeichnen, als die Bevölkerung von 528 auf 865 Einwohner anwuchs.

Über Jahrhunderte wurde Hardert von Land- und Forstwirtschaft geprägt. Seit alter Zeit waren die landwirtschaftlichen Flächen nur schwer zugänglich und durch Realteilung sehr klein. Der herrschende Flurzwang (zur gleichen Zeit, das gleiche Getreide säen, düngen, ...) wurde erst mit der "Flurbereinigung" (Konsolidierung) 1938 aufgehoben. Als Ausgleich für die Verluste durch das Wegenetz wurden 15 ha Gemeindewald gerodet. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ging nach dem zweiten Weltkrieg und in den 60er Jahren stark zurück. 1972 wurden noch sieben Betriebe gezählt. Die Bevölkerung findet heute ein Einkommen in der Industrie und im Dienstleistungsgewerbe, häufig in der nahen Kreisstadt Neuwied.


Obwohl bereits seit 1768 Lehrer in Hardert nachzuweisen sind, wird erst 1835 ein Schulgebäude errichtet. Früher fand der Unterricht in Bauernstuben oder dem Lehrerhaus statt. 1928 wurde ein neues Schulgebäude errichtet und 1964 erweitert. Am 9. August 1973 endet die Harderter Schulgeschichte. Die Kinder gehen zur Grundschule in Rengsdorf und später auf Schulen in Neuwied.

Alle weiteren Informationen zur Ortsgeschichte und der neuen Entwicklung des Dorfes nach Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Jahrtausendwende finden Sie im Heimatbuch Hardert, das Sie beim Reisebüro Runkel, der Dorfschänke Hardert sowie in den Buchhandlungen Buchladen Rengsdorf und Books & more Straßenhaus erhalten können.
Das neue „Heimatbuch Hardert“ ist keine trockene Aneinanderreihung von archäologischen, geologischen oder historischen Fakten. Es ist vielmehr durch eine spannende Mischung von Orts- und Vereinsgeschichte, Sagen, Erzählungen und „Mundart-Steggelscher“ ein äußerst unterhaltsames Werk geworden, das man Artikel für Artikel genießen kann. Insgesamt kein abgehobenes Werk, sondern durch mehr als tausend Quellen und Literaturhinweise direkt angebunden an das Dorf und die Region. Ein Buch, das mit über 400 Abbildungen zudem überreich illustriert ist.

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